Offizielle Bezeichnung:
République Française
Staatsform:
Republik; Parlament mit zwei gesetzgebenden Versammlungen (Nationalversammlung und Senat)
Verwaltungseinteilung:
96 Départements, 4 Überseedépartements (Départements d'Outre Mer – D.O.M.): Französisch Guyana, Réunion, Martinique und Guadeloupe. 4 Überseeterritorien (Territoires d'Outre Mer – T.O.M.): Neukaledonien, Französisch Polynesien, Wallis und Futuna, Antarktische Gebiete sowie Mayotte und St. Pierre et Miquelon (2 sogenannte Territorialkollektivitäten) (siehe dazu: www.outre-mer.gouv.fr/ )
Bevölkerung:
59,6 Mio. Einwohner (Festland-Frankreich) bzw. 61,4 Mio. Einwohner (einschließlich Überseegebiete)
Fläche:
551.500 km2 (Festland-Frankreich) bzw. 656.000 km2 (einschließlich Überseegebiete)
Städte:
Paris (Hauptstadt, mit Vororten 10,95 Mio.),
Marseille (1.349.772), Lyon (1.348.832), Lille (1.000.900),
Nizza (888.784), Toulouse (761.090), Bordeaux (753.931),
Nantes (544.932), Straßburg (427.245), Grenoble (419.334),
Metz (322.526), Tours (297.631)
Bevölkerung
Mit 108 Einwohnern pro km2 ist Frankreich relativ dünn besiedelt: Jeder Franzose verfügt im Durchschnitt über ein Hektar Land! Die Bevölkerungsdichte liegt niedriger als der EUDurchschnitt (116 Einwohner pro km2) und auch niedriger als die der meisten Nachbarländer: Hätte Frankreich die Dichte der Niederlande, so würde seine Bevölkerungszahl bei mehr als 200 Mio. liegen.
Außerdem ist die Bevölkerung sehr ungleich über das Gesamtgebiet verteilt: Die Ile-de-France mit Paris hat eine extrem hohe Dichte und auch der Norden (Region Nord-Pas-de-Calais) ist mit einer Dichte von 300 Einwohnern pro km2 durchaus mit den benachbarten Beneluxstaaten vergleichbar. Dagegen liegen 15 der insgesamt 22 Regionen unter dem Landesdurchschnitt. Dies gilt insbesondere für die Regionen Limousin, Midi-Pyrénées, Centre und Poitou-Charentes.
Weitere Kennzeichen: 75% der Bevölkerung leben in Städten mit mehr als 2.000 Einwohnern, trotzdem gibt es nur wenige Großstädte. Außer Paris nur Marseille, Lyon und Lille. Es gibt jedoch 57 Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern. 8% der Gesamtbevölkerung sind Ausländer (4,4 Mio.) - vor allem Portugiesen, Algerier, Marokkaner, Tunesier, Spanier und Italiener – welche großteils in den urbanen Ballungsgebieten leben.
Politik und Verwaltung
1. Politische Situation
Von nicht nur politischer, sondern auch wirtschaftspolitischer hoher Relevanz waren die beiden „großen“ Wahlen des Jahres 2002 in Frankreich, wobei im Mai der Präsident und im Juni das Parlament gewählt wurden. Präsident Chirac ist der große Sieger der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen. Die konservative Regierung Raffarin kann sich auf eine breite Parlamentsmehrheit der Parteien des gemäßigten rechten Lagers stützen, mit 399 Sitzen, während die Parteien des linken Lagers von 320 auf 178 Sitze zurückfielen. Die Rechtsextremen sind auch in der laufenden Legislaturperiode nicht in der Nationalversammlung vertreten.
2. Verwaltungsgliederung
Neben den 96 Départements und den 36.000 Gemeinden sind die 22 Regionen die jüngsten territorialen Gebilde in der verwaltungsmäßigen Einteilung Frankreichs und waren lange Zeit heftig umstritten. Man erinnert sich heute kaum noch daran, dass General de Gaulle infolge jener Volksabstimmung von 1969 zurücktrat, die unter anderem den Regionen mehr Gewicht geben sollte. Seit dem Gesetz von 1982 ist jede Region eine Gebietskörperschaft mit zwei Versammlungen: Einer beschlussfassenden (Regionalrat) und einer beratenden (Wirtschafts- und Sozialausschuss).
So wie Staat, Départements und Gemeinden haben auch die Regionen ihre eigenen Budgets, die allerdings sehr beschränkt sind. Trotzdem sind die Regionen heute jener Schnittpunkt, an dem die Wirtschaftsaktivitäten von Staat, Départements und Unternehmen zusammentreffen. Jede der 22 Regionen umfasst mehrere Départements, wobei es jedoch große Unterschiede gibt: Die kleinste Region, Elsaß, hat 8.280 km2, die größte, Midi-Pyrénées 45.348 km2. Die meistbevölkerte Region, Ile-de-France, hat über 12 Mio. Einwohner, die am wenigsten besiedelte, Limousin, 711.000. Die Gebietseinteilung Frankreichs ist somit durch eine starke Zerstückelung auf Gemeinde-, Départements- und Regionalebene mit ausgeprägten Unterschieden gekennzeichnet.
Landessprache
Französisch
Geschäftssprache
Französisch; Englisch wird immer öfters akzeptiert, eventuell auch Deutsch in Elsass-Lothringen oder wenn die Firma ausdrücklich angibt, über Deutschkenntnisse zu verfügen.
Maße und Gewichte
Kein Unterschied zu Österreich.
Währung
Euro
Ein Protokoll des Maastricht-Vertrages sieht vor, dass die franz. Überseeterritorien TOM, Neukaledonien, Polynesien sowie Wallis und Futuna nicht Teil der EURO-Zone werden, sondern weiterhin ihre gegenwärtige Währung, den pazifischen Franc (100 pazifische Francs = 5,5 FF = 0,84 EUR) behalten. Im Gegensatz dazu wurde in den Überseedepartements (DOM) - Guadeloupe, Martinique, Guyana und Réunion - ebenso wie in den beiden Territorialkollektivitäten Mayotte und St.-Pierre-et-Miquelon der Euro eingeführt.
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Monaco M. Georg Weiner
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Nizza M. Patrick Rizzo
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Ajaccio M. Jean-Jules Giacomoni
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Lille M. Jérôme Destailleurs
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Österreichisches Kulturinstitut Forum Culturel Autrichien
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Schweizer Botschaft 142, rue de Grenelle
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E-mail: vertretung@par.rep.admin.ch
www.amb-suisse.fr
Einreisebestimmungen
Reisepass oder Personalausweis. Bei einem Aufenthalt von mehr als 3 Monaten muss eine Aufenthaltsgenehmigung (carte de séjour) beantragt werden. Die Aufenthaltsgenehmigung gilt gleichzeitig als Arbeitserlaubnis.
Praktische Hinweise für Reisende
Trinkgelder
Hier ist die Praxis uneinheitlich: In Restaurants und Kaffeehäusern wird ein Bedienungszuschlag in Höhe von 15% bereits in die Rechnung eingesetzt; trotzdem ist es üblich, den Restbetrag aufzurunden bzw. ein kleines Trinkgeld zu geben. Ist das Trinkgeld nicht inbegriffen (Fragen durchaus üblich) sind ca. 10% bis 15% üblich (Friseur, Taxi, Platzanweiser, etc.). In der Mehrzahl der Hotels und Restaurants werden Bedienungszuschlag (Service) und Taxen in den Preis (häufig auch das Frühstück) miteingerechnet. Man lässt nur Trinkgeld für das Dienstpersonal liegen.
Lokale Verkehrsmittel
In Paris steht eine Vielfalt von Verkehrsmitteln zur Verfügung (U-Bahn, Bus, Taxi, Züge, etc.). In den großen Städten gibt es gut funktionierende öffentliche Verkehrsmittel und relativ billige Taxis. Der Bahnverkehr ist gut ausgebaut.
Flugverbindungen
Frankreich verfügt über ausgezeichnete Flugverbindungen mit fast allen Ländern der Welt. Paris ist 7x täglich direkt mit Wien und 6x wöchentlich direkt mit Salzburg (im Winter nur 5x), Lyon 12x wöchentlich direkt mit Wien, Nizza 1x täglich direkt mit Wien und Straßburg 2x täglich (Montag bis Freitag) direkt mit Wien verbunden.
Elektrischer Strom
220 V. Die Steckdosen weichen manchmal von österreichischen Normen ab und fallweise müssen österreichische Stecker ausgetauscht werden.
Gesetzliche Feiertage 2006
01. Jänner (Neujahrstag),
17. April (Ostermontag),
01. Mai (Tag der Arbeit),
08. Mai (Waffenstillstand 1945),
25. Mai (Christi Himmelfahrt),
14. Juli (Nationalfeiertag),
15. August (Maria Himmelfahrt),
01. November (Allerheiligen),
11. November (Waffenstillstand 1918),
25. Dezember (Weihnachten),
26. Dezember (Stephanitag)
Post- und Telefongebühren
Normalbrief und Postkarten nach Österreich: EUR 0,55; Telefongebühr (Vorwahl für Österreich von Frankreich: +43) derzeit EUR 0,33 pro Minute (bzw. EUR 0,18 nach 19.00 Uhr bis 8.00 Uhr morgens und am Wochenende).
Postlaufzeit von und nach Österreich etwa 2 bis 5 Tage.
Notrufe: Notarzt: 16, Polizei 17, Feuerwehr 18
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