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Länderinformationen über ITALIEN

 

Generelle Information:

Staatsform
Republik (20 Regionen und 103 Provinzen)

Fläche
301.302 km2; Nord- und Mittelitalien 178.249 km2, Süditalien (Mezzogiorno) 123.053 km2

Bevölkerung
57,8 Mio. Einwohner, davon ca. 300.000 Deutschsprachige (v.a. in Südtirol). In
Europa und Übersee leben darüber hinaus etwa 30 Mio. Auslandsitaliener.

Städte
Rom (Hauptstadt, ca. 2,65 Mio. Einwohner),
Mailand (ca. 1,3 Mio.),
Neapel (ca. 1,0 Mio.),
Turin (900.000),
Palermo (679.000),
Genua (632.000),
Bologna (380.000),
Florenz (374.500),
Catania (336.200),
Bari (332.100),
Venedig (275.500),
Verona, Messina, Triest, Padua

Klima im Norden kontinental, im Zentrum und im Süden mediterran

Historischer Überblick
Nachdem der Kirchenstaat bereits im Jahre 754 gegründet worden war, entstanden in Mittelund Oberitalien im 14. und 15. Jahrhundert mehrere Stadtstaaten, Republiken und Herzogtümer unterschiedlicher Prägung. Sizilien und Neapel wurden bis 1735 vom Hause Aragon (Spanien) beherrscht und kamen danach als Königreich beider Sizilien an die spanischen Bourbonen.

Die Lombardei und Mantua fielen nach 1713 an Österreich, welches in weiterer Folge auch Parma und Piacenza erwarb. Die Toskana kam nach der Medici-Herrschaft im 18. Jahrhundert als Großherzogtum unter eine habsburgische Nebenlinie (Leopoldo). Anfang des 19. Jahrhunderts ließ sich Napoleon als König von Italien inthronisieren. Nach seinem Fall 1815 stellte der Wiener Kongress den Kirchenstaat wieder her und machte Österreich durch den Besitz Venetiens und der Lombardei zur vorherrschenden Macht in Italien. Gegen diese österreichische Fremdherrschaft richtete sich die italienische Freiheits- und Einheitsbewegung "Risorgimento". Die Geschichte des modernen Italien beginnt in der 2. Hälfte des vergangenen Jahrhunderts mit dem Hause Piemont-Savoyen (Königreich Sardinien), von wo die italienische Einigungsbewegung ausging, nachdem Piemont zusammen mit Napoleon III. Österreich bei Solferino geschlagen hatte. Mit der Vereinigung Piemonts und der Lombardei begann die Einigung Italiens. Durch Volksabstimmungen gelangten die Toskana, ein Teil des Kirchenstaats und Neapel/Sizilien, wo die Bourbonenherrschaft gestürzt wurde, an Piemont/Sardinien, dessen Herrscher den Titel "König von Italien" annahm, mit den Hauptstädten Turin (1861) und Florenz (ab 1865). 1866 kam das bis dahin österreichische Venetien und 1870 Rom zum Königreich Italien, wohin 1871 auch die Hauptstadt verlegt wurde.

Italien versuchte Anfang des 20. Jahrhunderts, kolonialen Einfluß u.a. in Eritrea, Abessinien und Libyen zu gewinnen. Im Ersten Weltkrieg zuerst neutral, trat Italien 1915 auf die Seite der Entente und erhielt 1919 Südtirol bis zum Brenner, Triest und Istrien. 1922 gelangten die Faschisten an die Macht. 1936 wurde Äthiopien unterworfen und 1939 Albanien besetzt. 1940 trat Italien an der Seite Deutschlands in den Krieg ein. Dem Sturz Mussolinis folgten 1943 der Waffenstillstand mit den Alliierten und die Kriegserklärung an Deutschland.

Nach einer Volksabstimmung wurde Italien 1946 zur Republik. Es folgten starke innenpolitische Auseinandersetzungen zwischen den Kommunisten und den regierenden Christdemokraten, die von 1963 bis 1992 ununterbrochen an den zahlreichen Regierungen beteiligt waren. Das bis zum 2. Weltkrieg stark agrarwirtschaftlich orientierte Land unternahm nach dem Krieg große Industrialisierungsanstrengungen, wobei sowohl eine starke Staatsindustrie als auch zahlreiche kleine und mittlere Privatunternehmen entstanden. Das sogenannte italienische Wirtschaftswunder ließ im italienischen Norden eine schlagkräftige Industrie entstehen, die Italien unter die sechs größten Industrienationen der westlichen Welt katapultierte. 1957 war Italien Gründungsmitglied der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. Die Aufdeckung weitverzweigter Korruptionsaffären durch die Mailänder Staatsanwaltschaft (Mani Pulite) führte seit 1992 zu einer völligen Neugestaltung der innenpolitischen Landschaft Italiens.

Früher starke politische Parteien wie die Democrazia Cristiana (DC), die sozialistische Partei (PSI) oder die kommunistische Partei (PCI) sind verschwunden und neue entstanden. Die Einführung eines - wohlgemerkt unvollständigen - Mehrheitswahlrechtes hat indes die Parteienvielfalt im Parlament nicht verringert. Aus den Wahlen vom April1996 ging ein Mitte- Links-Bündnis als Sieger hervor. Im Oktober 1998 kam es zu einem Machtwechsel an der Spitze dieser Koalitionsregierung, als Massimo d'Alema zum Ministerpräsidenten ernannt wurde und Romano Prodi ablöste. Die Opposition („Polo delle Libertà“) wurde von Silvio Berlusconis „Forza Italia“ und der „Alleanza Nazionale“ (frühere Neofaschisten) dominiert. Nach den Verlusten der Linkskoalition bei den Regionalwahlen im April 2000 gab es erneut einen Regierungswechsel; Ministerpräsident Giuliano Amato (Democratici Socialisti) blieb bis zu den Parlamentswahlen im Mai 2001 im Amt.

Am 30.5.2001 trat Ministerpräsident Silvio Berlusconi mit dem Programm an, eine durchgreifende Reform und Modernisierung der Verwaltung und der Wirtschaftsverfassung Italiens durchzusetzen. Sein großer Erfolg war ohne Zweifel zu einem erheblichen Teil der Tatsache zuzuschreiben, daß sich die Wähler - über die Jahre frustriert von verschiedenen Querelen der italienischen Politik – von Berlusconi mit seiner Erfahrung als erfolgreicher Unternehmer am ehesten wirkungsvolle Maßnahmen für notwendige Veränderungen im Lande erwarteten.

Die Regierung Berlusconi schreckte aber in ihrer bisherig zweijährigen Amtszeit, ähnlich wie ihre Vorgänger, vor unpopulären Ausgabenschnitten zurück. Die Budgetsanierung erfolgt vorwiegend einnahmenseitig, dringende Reformen werden aufgeschoben. Die zunehmenden koalitionsinternen Unstimmigkeiten konnten zwar in der 2. Jahreshälfte 2003 angesichts des EURatsvorsitzes Italiens noch in den Hintergrund gedrängt werden, Anfang 2004 ist eine Regierungsumbildung aber nicht unwahrscheinlich.

Landessprache
Italienisch

Geschäftssprache
Italienisch, fallweise Englisch, in Südtirol auch Deutsch

Maße und Gewichte
metrisches System

Telefon
In Italien ist die Ortsvorwahl Bestandteil der Festnetztelefonnummer und muß auch aus dem Ausland einschließlich der ‘0' gewählt werden (z.B. Außenhandelsstelle Mailand:
+39-02-8790911). Italienische Mobiltelefonnummern sind bei Anrufen aus dem Ausland dagegen ohne ‘0' an die Landesvorwahl +39 anzuhängen.

Elektrischer Strom
Wechselstrom überwiegend 220 Volt; 50 Hz., Drehstrom vorhanden

Währung
seit 1.1.2002 Euro (EUR)
seit 1999: 1936,27 ITL = ATS 13,7603 = 1 EUR

Österreichische Botschaft in Italien
Via G.B. Pergolesi 3
I-00198 Roma
Tel. 06 844014
Fax 06 8543286
rom-ob@bmaa.gv.at
http://www.austria.it

Italienische Botschaft in Österreich

Ambasciata d'Italia in Austria
Metternichgasse, 13
1030 Wien
Tel. 01 7125121/2/3
Fax 01 7139719
ambitalviepress@via.at
italconsul-vienna@vienna.at

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Via San Martino della Battaglia, 4
00185 Roma
Tel. 06 492131
Fax 06 4452672

Schweizer Botschaft
Via Barnaba Oriani 61
00197 Roma
Tel. 06 809571
Fax 06 8088510
www.eda.admin.ch/roma
vertretung@rom.rep.admin.ch

Angenehmste Reisezeit
Frühling, Herbst

Einreisebestimmungen
Mit Reisepaß oder Personalausweis ohne Beschränkung

Impfungen keine

Kfz-Bestimmungen
Die Grüne Versicherungskarte ist zwar nicht mehr notwendig, aber als Beweis des Bestehens einer Versicherung gegenüber der Straßenpolizei empfehlenswert.

Lokale Verkehrsmittel
Taxi, Autobus, Straßenbahn, U-Bahn (Rom, Mailand).

Hotels, Motels
Alle Kategorien vorhanden.
Hotel 1. Kategorie (Einbettzimmer ohne Frühstück) ca. € 129,- bis € 232,-.

Zeitverschiebung / Sommerzeit: wie in Österreich

Notrufe
Polizeinotruf: 113, Ärztenotruf: 118

 Feiertage 2006

01.Januar (Neujahr),
06.Januar (Hl. 3 Könige),
17. März (1861 - Proglamation des Koenigreiches Italien; 145. Jahrestag),
17. April (Ostermontag),
25. April (Tag der Befreiung),
01. Mai. (Tag der Arbeit),
02. Juni( Festa della Repubblica),
15. August (Maria Himmelfahrt),
01. November (Allerheiligen),
08. Dezember (Maria Empfängnis),
25. Dezember  (Weihnachten),
26. Dezember (Stephanstag)